MEINE '12 DAYS OF CHRISTMAS' RITUALE

Warum kein teurer Rauhnächte Online-Kurs dafür notwendig ist


Junge Frau mit roter Mütze bei Schneetreiben im Winterwald

12 Days of Christmas’ ist bei uns bekannt als ‚Rauhnächte‘. Dieses uralte volkstümliche Ritual, die Zeit zwischen den Jahren zu begehen, ist seit ein, zwei Jahren wieder sehr in Mode gekommen und dieses Jahr ist es auf Instagram so präsent wie noch nie! Man kann sich in Online-Kurse dazu einbuchen, live oder bereits vorproduziert. Es gibt extra Rauhnacht-Meditationen, Yogaklassen oder sündhaft teure Coachings zu erstehen. Es wimmelt von Rauhnacht-Räuchersets, Heilsteinen und Kerzen oder von eigens kreierten Rauhnacht-Tagebüchern. You name it. Das Beste, was ich dieses Jahr gesehen habe, ist Quantenfrequenz-Fernheilung, bei der man nicht mal anwesend sein muss, aber gleichzeitig mehrere Dutzende Personen betreut werden - für über 300 Euro pro Nase. Respekt! Alles, womit man zu diesem Thema Geld verdienen kann, gibt es also schon. Die Kuh wird so richtig gemolken. Deshalb teile ich mit dir hier meine ganz persönlichen 12 Days of Christmas Rituale, die ich schon seit Jahren gemeinsam mit meinem Mann zelebriere - und zwar kostenlos!


1. Was sind die 12 Tage der Weihnacht?

2. Die Bestandteile meines persönlichen Rituals

3. 13 Wünsche und 1 Karte für das neue Jahr

4. Meine Rauhnacht-Notizen

5. Warum und wie Räuchern?

6. Meine Yoga- & Meditationspraxis

7. Meine Buchempfehlungen

8. Warum keine teure Begleitung notwendig ist



1. Was sind die 12 Tage der Weihnacht?

Die zwölf Tage nach Weihnachten - auch Rauhnächte genannt - sind die geheimnisvollsten Tage im ganzen Jahr. Es sind die letzten sechs Tage im alten und die ersten sechs Tage im neuen Jahr. Sie gehen vom 26. Dezember bis zum 6. Januar. Wobei man da bei verschiedenen Quellen verschiedene Auskünfte bekommt, denn die erste Rauhnacht ist die Nacht von 24. auf 25. Dezember. Im europäischen Brauchtum kommt diesen zwölf Tagen und Nächten nach Weihnachten eine besondere Bedeutung zu. Vorchristlicher Aberglaube und uraltes Brauchtum treffen hier aufeinander. So sollen angeblich diese Tage und Nächte besonders geeignet sein, um Orakel zu befragen. Es sollte möglichst auch nicht gearbeitet, sondern gefeiert werden. Der Name "Rauhnächte" kommt vom "Ausräuchern" der Räume und Ställe, um Dämonen zu vertreiben. Auch das Aussprenkeln von Haus und Hof mit Weihwasser gehört dazu. In der Mythologie wird angenommen, dass in den zwölf heiligen Nächten die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt sind und die Grenzen zur Anderswelt fallen. Es kursieren im Volksmund allerhand Aberglaube und Gruselgeschichten um diese Zeit - eine davon besagt, dass man an diesen Tagen kein Bettzeug und Wäsche im Freien lüften soll. Es sei sonst mit Krankheit oder sogar Tod zu rechnen, da sich die Wilden, die in diesen Nächten umherziehen, in der Bettwäsche verfangen oder sie gar als Leichentuch für den Besitzer verwenden. Es gibt noch allerhand andere düstere Gepflogenheiten, die von Region zu Region variieren. Der im Alpenraum traditionelle Perchtenlauf sollte hier noch erwähnt werden. Egal, ob man dem ganzen Glauben schenken möchte oder nicht, es ist auf alle Fälle eine gute Zeit, um mit dem alten Jahr abzuschließen und sich auf das neue vorzubereiten.


2. Die Bestandteile meines persönlichen Rituals

Manifestation und Wünsche für das neue Jahr aufschreiben

Ich begehe seit ein paar Jahren diese 12 Tage und Nächte mit meinem ganz persönlichen Ritual. Als Opening Ritual schreibe mir an Heilig Abend 13 Wünsche für das kommende Jahr auf und ziehe eine Jahreskarte. Ich beginne morgens jeden der 12 Weihnachtstage mit einer für mich passenden Yoga- und Meditationssequenz. Abends nehme ich mir 15 Minuten Zeit, zünde eine Kerze an und notiere mir die Beobachtungen des Tages in mein spirituelles Tagebuch: Wetter, Stimmung, außergewöhnliche Vorfälle und die Tageskarte. Zusätzlich wird jeden Abend einer der 13 Wünsche verbrannt. Am 31.Dezember, dem letzten Tag des Jahres werden alle Zimmer gelüftet und ausgeräuchert. Zusätzlich achte ich darauf, was ich esse und konsumiere, wie ich spreche und mit welchen Menschen ich mich umgebe. Ich versuche, diese Zeit zu positiv wie möglich zu gestalten - du wirst gleich verstehen, warum!

3. 13 Wünsche und 1 Karte für das neue Jahr


Ein weit verbreitetes Ritual ist das Ritual der 13 Wünsche. Ich mache das immer an Heilig Abend, wenn alle weg sind und Ruhe eingekehrt ist. Für mich ist das ein ganz wunderbarer und intimer Moment.

Dazu nimmst du 13 kleine Notizzettelchen und einen Stift, zündest eine Kerze an oder knipst die Lichterkette am Christbaum nochmal an und schreibst auf jedes Zettelchen einen Wunsch für das neue Jahr. Das können materielle Wünsche sein, wie dein Traumhaus oder ein fünfstelliges Monatseinkommen, allgemeine Wünsche wie Gesundheit und Glück, oder aber auch ganz persönliche Dinge - das Finden des richtigen Partners, Erfolg im Business, Erleuchtung, whatever you can possibly think of! Falte oder rolle jedes Zettelchen klein zusammen und gib alle 13 in eine Dose oder Schachtel. Ich nehme dafür eine alte Melita-Kaffeedose von meiner Großtante! An jedem der 12 Abende nimmst du einen Zettel heraus und verbrennst ihn. Gut Durchschütteln nicht vergessen!

Verbrennen von Wünschen während der Rauhnächte

Das Universum wird sich um die Erfüllung deiner Wünsche kümmern, keine Sorge. Ein Zettelchen sollte übrig blieben, denn wir haben 12 Tage/Nächte, aber 13 Wünsche. Das öffnest du am letzten Tag und hast dann das ganze kommende Jahr Zeit, dich selbst um die Erfüllung deines 13. Wunsches zu kümmern. Daran bin ich bisher immer gescheitert; meine Wünsche sind irgendwie immer zu abgehoben! Ein weiteres beliebtes Ritual ist das Karten ziehen. Ich habe ein ganz wundervolles Deck: ANIMAL SPIRIT von Kim Krans. Sehr stylish gezeichnete Karten mit Tiermotiven, aufgeteilt nach den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther. Mehr Info dazu findest du hier: The Wild Unknown Du kannst natürlich auch Tarotkarten oder andere spirituelle Kartensets dafür nehmen. An Heilig Abend ziehe ich immer eine Karte für das gesamte kommenden Jahr - und was soll ich sagen? In den letzten Jahren hat das immer gepasst wie die Faust aufs Auge!

4. Meine Rauhnacht-Notizen

Tarotkarte mit Habicht auf verdeckten Karten mit Weihnachtsdekoration

All das notiere ich mir natürlich in meinem ‚spirituellen Tagebuch‘. Das ist kein gewöhnliches Tagebuch, sondern ich zeichne, male, klebe und manifestiere darin herum, meist zu Neu-oder Vollmond oder wenn ich gerade mal Lust dazu habe. Ich tobe mich voll aus, mit Buntstiften, Glitzer und Wasserfarben. Ich klebe inspirierende Fotos hinein, philosophiere über meine neuen Projekte, gestalte Visionboards und lasse einfach meiner kreativen Ader freien Lauf. I love it! Aber jetzt zu den Notizen, die ich mir an jedem der 12 Days of Christmas mache. Da jeder dieser 12 Tage für einen Monat des kommenden Jahres steht - Tag 1 für Januar, Tag 2 für Februar, Tag 3 für März usw. - ist es total spannend sich das Wetter aufzuschreiben. Echt witzig, denn es trifft fast immer zu! Dann notiere ich mir noch meine emotionale und mentale Verfassung. Ich schreibe mir auch auf, falls etwas Außergewöhnliches passieren sollte. Dann ziehe ich noch eine Tageskarte, die stellvertretend für das Thema des betroffenen Monats steht. Alternativ kannst du noch die Frage stellen, wie du dieses Thema unterstützen oder angehen kannst und eine weitere Karte ziehen. Spür einfach in dich hinein, was sich für dich am besten anfühlt und vertraue deiner Intuition.

5. Warum und wie Räuchern?


Traditionell wird an den folgenden Tagen geräuchert: 21.12., 24.12., 31.12. und 05.01. um Segen für Haus und Hof und alle, die dort wohnen zu erbitten. Geister und Dämonen werden dadurch vertrieben und es kann sich wieder Liebe und Licht ausbreiten. Ich räuchere eigentlich nur am 31.12., um das alte Jahr mit all seinen Ereignissen zu ehren und zu verabschieden. Ich wähle meine Räucherstoffe so, dass ich nach dem reinigenden ersten Durchgang auch gleich noch einen weiteren machen kann, der neuen Schutz und Energie bringt. Ich war dieses Jahr fleißig und habe im Spätsommer smudgesticks aus Goldrute und Beifuss gebunden. Diese all in one Mischung wirkt gegen negative Energie und Dämonen, ist hochreinigend für die Wohnung, unterstützt, wenn man in einer Übergangsphase ist und ist außerdem super für Dankbarkeitsrituale. Wenn ich keine passenden selbst gesammelten Kräuter habe, verwende ich der Einfachheit halber fertige Räuchermischungen. Auch hier, folge deiner Intuition und höre auf dein Herz.

Hier sind ein paar gängige Räucherstoffe: Salbei - starke feinstoffliche Reinigungskraft Kampfer - Löschung alter Informationen im Haus Angelikawurzel - erhöht Raumschwingung Weihrauch - Segen, Erhöhung der Energie Wacholder - vertreibt alle negative Einflüsse, Krankheitsgeister und Dämonen Myrrhe - desinfiziert, klärt und reinigt Räume, gibt Ruhe Thymian - reinigt und stärkt di eEnergie der Räume Styrax - gibt Wärme und Geborgenheit, öffnet für die Liebe

Nach dem Räuchern versprühe etwas Wasser im Raum, das bindet den Rauch und klärt die Atmosphäre. Öffne die Fenster und lüfte einmal richtig gut durch!

6. Meine Yoga- & Meditationspraxis


Wie du wahrscheinlich schon mitbekommen hast, praktiziere ich täglich Yoga und Meditation aus der tantrischen Tradition. Gerade für die Zeit zwischen den Jahren suche ich mir immer eine reinigenden und nährende Sequenz, um meinen Prozess auf allen Ebenen zu unterstützen. Ich übe dieses sadhana (= spirituelle Praxis) mindestens 40 Tage, damit ich auch feinstofflich und energetisch eine Veränderung wahrnehmen kann, da für mich das Praktizieren sonst keinen Sinn ergibt. Du findest bestimmt eine geeignete Abfolge für dich unter meinen Yogavideos - ich habe alle Bereiche gut abgedeckt. Dieses Jahr startet am 01. Januar 2022 das live Online-Seminar TANTRIC TRANSFORMATION, in dem ich dir eine geheime Technik der tantrischen Yogis aus dem Himalaya näher bringe. Sie dient der inneren Reinigung und es können damit negative Tendenzen oder schlechte Angewohnheiten entfernt werden. Du kannst das zusätzlich zu deinem regulären sadhana machen oder damit eine regelmäßige tägliche Praxis etablieren.


Mit dem Code 12DAYSOFXMAS bekommst du bei der Buchung ganze 12% Ermäßigung!


Natürlich kannst du auch 12 Runden Sonnengrüße üben oder Laufen gehen. Auch hier gilt: whatever works for you!

7. Meine Buchempfehlungen


Ich selbst habe zwei kleine Büchlein über die Rauhnächte - das ist in meinen Auge völlig ausreichend. Beide Bücher kosten nicht mehr als 8€ und ich habe sie für dich bei Amazon verlinkt.

Zwei Bücher für die Rauhnächte mit Weihnachtsdekoration

Jeanne Ruland, die Queen der Rauhnächte, beschreibt in ihrem Buch ‚Das Geheimnis der Rauhnächte - Ein Wegweiser durch die zwölf heiligen Nächte‘ alles, was man wissen muss, von historischem Brauchtum über Hintergrundinformation aus Natur- und Sternenkunde bis hin zu allen möglichen Anleitungen.


Nayoma de Haen gibt in ihrem Buch ‚Das Mysterium der Rauhnächte - Die zwölf heiligen Nächte‘ praktische Anleitungen für Meditation und andere Rituale.

8. Warum keine teure Begleitung notwendig ist


Das ist auch schon die perfekte Überleitung zu ein paar abschließenden Worten. Es braucht keine Begleitung durch einen Yogalehrer, Energieheiler oder sonstige selbsternannte Therapeuten. Alles, was du brauchst, hast du bereits in dir. Höre auf deine innere Stimme und achte auf dein Bauchgefühl - das sagt dir ziemlich genau was Sache ist. Diese 12 Tage zum Ende des alten und Beginn des neuen Jahres sollen eine Zeit der Ruhe und Innenschau für uns alle sein. Sei nicht zu viel im Außen, sondern lausche deinen intuitiven Bedürfnissen und folge deinem Herzen. Dann ist es ziemlich egal, welche Rituale du pflegst, ob du in ein super designtes Rauhnacht Diary schreibst oder auf einen stinknormalen Notizblock. Auf den Inhalt kommt es an. Always.

Ich wünsche dir viel Freude und bleibende Eindrücke in diesen Tagen. Lass das Alte gehen, so hast du Platz für den einzigartigen Zauber, der sich in deinen 12 Days of Christmas entfalten kann.


Love & Gratitude,

Bine